
MRB Skitage vom 19.-21. Januar 2026
Pistenrausch, Sonnenanbeter und brennende Oberschenkel in Vella
Am Montag, den 19. Januar 2026, startete die Männerriege ihre Expedition in den Schnee mit einer entspannten Zugfahrt nach Vella/Obersaxen. Unsere 6'er Skigruppe war dieses Jahr strategisch interessant aufgestellt: Gleich drei Beats und zwei Rüedis bildeten das Rückgrat der Truppe. Verstärkt wurde dieses Namens-Bollwerk durch den Präsi, den Ex-Präsi und den Schreiberling. Kaum angekommen und kurz verpflegt, hielt uns nichts mehr von der Piste ab. Wir stürzten uns die Hänge hinunter, als gäbe es kein Morgen mehr.
Schon nach den ersten rasanten Abfahrten folgte jedoch die Ernüchterung in den Beinen. Es wurde uns schlagartig klar, dass die harten Trainingseinheiten bei Oberturner Richi wohl doch noch eine Spur intensiver hätten sein dürfen. Die Oberschenkel brannten, doch der Ausblick entschädigte für alles. Die Weite der weissen Bergwelt liess uns ehrfürchtig über den grossen Schöpfer staunen. Entgegen der Landi-App, die milde 6 Grad vorhersagte, präsentierte sich der Schnee glücklicherweise fest und griffig.
Der zweite Tag begann für mich beinahe philosophisch. Ich konnte mich kaum von den tiefgründigen Diskussionen über die Lebensweisheiten der Wandergruppe lösen. Doch als das GPS-Signal der Skigruppe eintraf, gab es kein Halten mehr. Ich schwang mich auf die Bretter, mit dem klaren Ziel vor Augen: unsere Stammbeiz „La Tegia“. Da die Landi-App ab 15:00 Uhr Wolken angekündigt hatte, nutzten wir jede Sekunde im Sonnenschein – sowohl auf der Piste als auch im Liegestuhl. Zu unserer Freude behielt die App unrecht, und keine einzige Wolke liess sich blicken. So genossen wir weitere Traumfahrten und kehrten schliesslich alle gesund und munter ins Hotel zurück.
Am dritten Tag bewiesen fünf unserer Skifahrer echten Sportsgeist und sassen pünktlich um 09:30 Uhr auf dem Sässeli. Bei strahlend blauem Himmel und perfekt präparierten Pisten zogen wir unsere Kurven in den stiebenden Schnee. Nur unser sechster Mann blieb vorerst verschollen. Die Vermutung lag nahe, dass er die Liaison mit seinem geliebten Balkon und dem üppigen Frühstücksbuffet noch etwas ausdehnen wollte. Um 10:52 Uhr tauchte er dann doch noch auf – zwar sichtlich abgekämpft vom „Stress“, uns im „La Tegia“ einzuholen, aber rechtzeitig zum Mittagessen. Um 15:00 Uhr traten wir, etwas erschöpft, aber ohne Gipsbeine, die Heimreise an. Es war eine grossartige Tour, die Lust auf den Winter 2027 macht!
Nächstes Datum ist bereits notiert: (gemäss Raymond im Hotel schon reserviert)
Walter Rüedi
Schneesporttage im Lugnez: Aus Sicht der Wanderer
Auch den 4 Wandernieren gefiel der Sonnenschein im Lugnez. Dass nur sehr wenig Schnee herumlag, störte sie nicht – im Gegenteil. Gleich am ersten Tag wurde nach dem Zimmerbezug und einem kleinen Imbiss auf der Hotelterrasse ein Angewöhnungsmarsch Richtung Lumbrein auf dem Winterwanderweg unter die Füsse genommen. Mit Eisresten auf dem Weg war der Marsch etwas mühsam aber doch gut zu bewältigen. Der Schreiberling benutzte die erste Möglichkeit zum Ausstieg und trat den Rückmarsch zum Hotel an; nach überstandener Grippe fühlte er sich noch nicht so fit. Die 3 anderen Kameraden stapften tapfer weiter und bewältigten noch einige Kilometer dazu, um dann kurz vor Lumbrein den Abstieg zur Postautostrasse zu benützen und mit dem Poschti nach Vella zurückzufahren.
Nach diesen ersten Erfahrungen freute man sich auf den zweiten Wandertag. Dieser führte die 3er-Wandergruppe in die andere Richtung, nämlich nach Morissen und weiter rund um den Piz Mundaun und dann runter nach Surcuolm auf der Obersaxen-Seite. Auf diesem weiten Weg hätte man gerne mal eine Rast eingelegt und etwas gegessen und getrunken; doch wie unglücklich: Sie kamen an 5 Gaststätten vorbei, doch alle waren sie geschlossen oder öffneten später! Ein echter Frust!! Aber sie haben es überlebt und kamen im Verlaufe des Nachmittags mit dem Postauto zurück nach Vella. Der Schreiberling befolgte ein anderes Programm und besuchte die hinterste Ortschaft im Lugnez: Vrin, eine kleine, schmucke Valsersiedlung.
Am dritten Tag folgten die Wanderer der Tradition und machten sich am späteren Vormittag auf den Weg ins Nachbardorf Morissen. Dort wurde die alte Dorfmühle vor rund 15 Jahren zu einer heimeligen Gaststätte umgebaut, wobei viele alte Details, die an die frühere Funktion als Mühle erinnern, stehen gelassen wurden. So sah man zum Beispiel durch einen Glasboden die alten Mahleinrichtungen, die übrigens immer noch benutzt werden. So wird im „Mulin“, wie es heute heisst, noch Urdinkelmehr hergestellt und verkauft. Die Wandergruppe genoss derweil ein leckeres Mittagessen samt Nachtisch und einen guten Tropfen Wein. Hiefür konnte man sich viel Zeit lassen, denn zur Heimreise musste man erst um 15.45 im Hotel zurück sein. So gingen auch für die Wandernieren drei wunderschöne Tage an der Bündnersonne schnell vorbei. Wir kommen im nächsten Jahr wieder!
Peter Gmeiner
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