
Fotos Peter Nünlist
Sommerprogramm: Boccia Abend vom 23. Juli 2026
Ob ein Pokal nötig ist oder nicht, darüber wurde nach dem letzten Wurf hitzig diskutiert – und zwar ausgerechnet von einem Turner, der den Final bisher eher aus der Zuschauerperspektive kannte. Die Antwort auf diese brisante Frage gibt’s aber erst am Ende dieses Berichts. Spannung muss sein.
Punkt 18:00 Uhr wurden wir 18 Männerturner vom Präsidenten des Boccia Clubs Bassersdorf, Walter Fitzi, herzlich begrüsst. Nach einem Gruppenfoto, das uns alle in Bestform zeigte (zumindest optisch), folgte eine kurze Orientierung über Turnierablauf und Nachtessen. Dann ging’s direkt los: keine Proberunde, kein Einspielen – wir sind ja schliesslich alte Boccia-Hasen. Oder zumindest glauben wir das jedes Jahr aufs Neue.
Schon nach wenigen Kugeln zeigte sich: Verlernt haben wir nichts. Leider auch nicht die Fehler, die uns schon in früheren Jahren begleitet haben. Gespielt wurde auf 9 Punkte oder maximal 6 Durchgänge – ein speditiver Modus, der für Tempo, Gelächter und den einen oder anderen kreativen Kommentar sorgte. Alle zeigten ihr Können, mal mehr, mal weniger erfolgreich, aber immer mit guter Laune.
Mitten im Wettkampf lockte das Nachtessen: ein knackiger Salat, ein saftiges Grill-Steak und ein wunderbar cremiges Risotto, frisch zubereitet von der Küchencrew des Boccia-Clubs. Nach dieser Stärkung – und dem Gefühl, dass wir uns eigentlich schon einen Pokal fürs Essen verdient hätten – ging es zurück auf den Platz. Die Vorrunde wurde abgeschlossen, der Kaffee genossen und schliesslich die Finalrunde ausgespielt.
Eine offizielle Siegerehrung spare ich mir an dieser Stelle. Denn eigentlich waren wir alle Sieger – zumindest im Herzen, im Humor und im Appetit. Und damit erübrigt sich auch die Frage nach dem Pokal. Wer Spass hat, braucht keinen.
Mit dem traditionellen Turnerklatsch dankten wir dem Boccia-Team für Organisation, Küche und die Engelsgeduld im Umgang mit uns Spielern.
Die Erkenntnis des Abends: Es hat wiederum riesig Spass gemacht, ganz ohne Liegestütze, Kraftübungen oder Schweissausbrüche. Und eines steht schon heute fest: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!
Peter
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